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Jahresaktion - "Streuobstwiese" |
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Die Jahresaktion des Landesjagdverbandes Bayern e.V. zum Thema "Streuobstwiese" zeigt dank des landesweiten Engagements der Jägerinnen und Jäger einen über die Maßen großen Erfolg.
Die von der Wildland Gesellschaft herausgegebenen Flyer und Aktionsposter finden reißenden Absatz nicht nur bei den Jägern, sondern unter anderem auch bei Landratsämtern und Gartenbauvereinen. Faltblatt und Poster wurden auch in die Homepage des Bayerischen Ministeriums für Landwirtschaft und Forsten gestellt.
Besonders erfreulich ist auch die überaus große Anzahl an Pflanzaktionen. Innerhalb kürzester Zeit sind Förderanträge zur Anlage von Streuobstwiesen mit einem Gesamtvolumen von über 60.000,00 € eingegangen! Dies bedeutet, dass nur anhand der bislang eingegangenen Förderanträge mehrere tausend Obstbäume gepflanzt werden. Nicht berücksichtigt bei dieser Aufstellung sind die aus anderen Fördertöpfen wie dem Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm oder mit Hilfe der Landschaftspflegeverbände von den Jägern gepflanzten Obstbäume.
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Lebensraum Streuobst
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Streuobstbestände zählen zu den gefährdeten Lebenräumen in unserer Kulturlandschaft. Mit über 5000 Tier- und Pflanzenarten sind diese vom Menschen geschaffenen Lebensräume wertvolle Rückzugsgebiete für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Obstbäume prägen unser Landschaftsbild und zählen zu wichtigen Verbindungsgliedern im Biotopverbund. Mit dem Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums tragen wir zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
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Ökologie
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Auwirkungen auf die Umwelt:- Klimaausgleich
- Windschutz
- verringerte Bodenerosion
- verringerte Auswaschung von Nährstoffen
- Wasserrückhalt
- wichtige Trittsteine im Biotopverbundsystem
Auwirkungen für Flora und Fauna:- Struktur: aufgelockerter Bewuchs
- Blütenreichtum der Bäume und Wiesen
- zahlreiche und vielfältige Baumhöhlen
- Totholz
- Geringer Nährstoffeintrag durch extensive Bewirtschaftung
- Geringe Pestizidbelastung durch extensive Bewirtschaftung
Artenreichtum- Säugetiere: z.B. Fledermäuse, Siebenschläfer, Gartenschläfer, Feldhasen, Rehe
- Vögel: z.B. Wiedehopf und Steinkauz, Wendehals, Raubwürger, Gartenrotschanz, Grünspecht, Ortolan, Kleinspecht, Drosseln, Rebhuhn
- Amphibien und Reptilien: z.B. Schlingnatter, Ringelnatter, Zauneidechse
- Insekten: z.B. Wildbienen, Bienen, Käfer, heuschrecken, Tag- und Nachtfalter
- artenreiche Pflanzengemeinschaften auf extensiv genutzten Wiesen: z.B. Schlüsselblumen, Orchideen, Wiesensalbei
- Genreservoir (alte Obstbaum-Sorten): robust, schädlingsresistent, frosthart
Möglichkeiten zum Schutz des Lebensraumes- Neuanlage
- Nachpflanzung
- Pflege erfordert Fachwissen
- Pflanzschnitt - Erziehungsschnitt - Pflegeschnitt - Verjüngungsschnitt - Nisthilfen (z.B. Steinkauzröhen, Fledermauskästen)
- Begleitende Maßnahmen, z.B. Heckenpflanzung
- Obstverwertung organisieren
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Streuobstbestände
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- sind großwüchsige Bäume verschiedener Obstarten, Sorten und Altersstufen
- stehen "gestreut" auf Feldern, Wiesen und Weiden
- typische Baumform: Hochstamm (1,60m bis 1,80m Stammhöhe)
- Baumabstand: 10 bis 20 Meter
- traditionelle Doppelnutzung: Obstnutzung und Unterkultur (Wiese, Weide, Acker)
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Gefährdung
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In den vergangenen Jahrzehnten sind zahlreiche Streuobstwiesen verschwunden. Teilweise sind die Bestände um mehr als 90 % zurückgegangen.- Einbruch der Streuobstbestände durch Zahlung von Rodungsprämien in jüngerer Vergangenheit
- Umwandlung in wirtschaftlich rentablere Obstplantagen
- Überalterung und Zusammenbruch der Bestände durch fehlende Pflege und Verjüngung
- EG-Verordnung über gesetzliche Handelsklassen für Äpfel (Kriterien: einheitliche Größe, ohne Flecken, Mindestgröße für Fruchtdurchmesser)
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Anlage und Pflege
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Der Streuobstbau erfordert regelmäßige Pflege.eine langfristige Nutzung sollte angestrebt werden, bzw. gegeben seinobstbauliche Fachkenntnisse sind vorteilhaft und können eingeholt werden
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Fördermöglichkeiten
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- über BJV (Jagdabgabe)
- über Landeswirtschaftsämter: Kulturlandschaftsprogramm (KULAP Teil C und A)
- über Landratsämter:
Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) - über Landschaftspflegeverbände
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Kontaktadressen
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Innerhalb des Landesjagdverbands Bayern (BJV)- Dipl. Biologin Patrizia Weiner
Wildland Gesellschaft Telefon 0 86 38 / 88 38 14 Telefax 0 86 38 / 88 38 15
- alle Kreisgruppen und Vereine des BJV
Ansprechpartner
- Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V.
Herzog-Heinrich-Str. 21, 80336 München Telefon 089 / 544 30 50 Telefax 089 / 532 88 41 Internet: www.gartenbauvereine.org
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Vöttinger Str. 38, 85354 Freising Telefon 0 81 61 / 71 57 96 Telefax 0 81 61 / 71 57 99 eMail: wolfgang.girstenbreu@lfl.bayern.de Internet: www.stmlf.bayern.de/lfl/streuobst
- Landesverband Bayerischer Imker e.V.
Georg-Strobel-Str. 48, 90489 Nürnberg Telefon 09 11 / 55 80 94 Telefax 09 11 / 581 95 56 eMail: info@lvbi.de Internet: www.lvbi.de
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
An der Steige 15, 97209 Veitshöchsheim Telefon 09 31 / 980 14 02 Telefax 09 31 / 980 14 00 eMail: poststelle@lwg.bayern.de Internet: www.lwg.bayern.de
- Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL)
Feuchtwanger Str. 38, 91522 Ansbach Telefon 09 81 / 46 53 35 42 Telefax 09 81 / 46 53 35 50 eMail: metzner@lpv.de Internet: www.lpv.de
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Bisherige Projekte |
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