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02.08.2017
Von: Anja Thole

Schüler und Jäger engagieren sich bei Maßnahmen im Thalhamer Moos

Auf vielen extensiven Wiesen und an Straßenrändern sieht man es zur Zeit oft blühen: Das Jakobskreuzkraut. Eine recht nett anzusehende Blütenpflanze aus der Familie der Korbblütler. Doch die vermeintlich harmlose, gelb blühende Pflanze, um die sich viele Insekten tummeln, hat es wahrlich in sich.


Denn die enthaltenen Pyrrolizidal­kaloide schädigen die Leber und können bei Rindern und Pferden dadurch zum Tode führen. Von Weide­tieren wird die Pflanze aufgrund ihrer bitteren Inhalts­stoffe gemieden, wird sie aber mit dem restlichen Bewuchs der Wiese gemäht und als Heu verfüttert, verschwinden die bitteren Inhalts­stoffe doch die Pyrrolizidinal­kaloide bleiben in der Pflanze. So reichen schon geringe Mengen über einen längeren Zeitraum, um ernsthafte Erkran­kungen bei Tieren hervor­zurufen, die auch zum Tode führen können. Selbst im Honig können die giftigen Substanzen nachge­wiesen werden. Ist das der Fall, muss dieser als Sondermüll entsorgt werden.

Leider wurde das Jakobskreuz­kraut auch auf Flächen im Thalhamer Moos festgestellt. Um die schwerwiegenden Folgen für Viehhalter und Imker zu vermeiden, wurden zwei Aktionstage organisiert, um das Kreuzkraut zu entfernen. Denn die zweijährige Pflanze ist am besten durch die Entfernung mitsamt der Wurzel langfristig in den Griff zu bekommen. Dies muss händisch noch vor der Samenreife geschehen, um die weitere Verbreitung zu stoppen. So kamen Ende Juli die Schülerinnen und Schüler der Ganztages­intensivklasse der Franz-Liszt-Mittelschule aus Waldkraiburg und an einem weiteren Termin insgesamt neun Jäger und freiwillige Helfer ins Thalhamer Moos, um das Jakobskreuz­kraut in mühevoller Handarbeit auszustechen.

Herzlichen Dank allen Helfern, die dadurch aktive Naturschutz­arbeit geleistet haben!!